Das Wichtigste auf einem Blick

Warum werden neue Zähler verbaut?

Das Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (kurz: Messstellenbetriebsgesetz – MsbG) als Teil des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende schreibt sie vor. Insbesondere der immer höher werdende Anteil wetterabhängiger Energiequellen erfordert eine Stabilisierung des Stromnetzes durch eine bessere Informationsgrundlage.

Was ist der Unterschied zwischen einer modernen Messeinrichtung und einem intelligenten Messsystem?

Moderne Messeinrichtungen erfassen den Stromverbrauch digital und können auch Verbrauchswerte für bestimmte Zeiträume darstellen. Dank eines Zusatzmoduls, des Smart-Meter-Gateways, können intelligente Messsysteme die Informationen zusätzlich an Netzbetreiber, Energieversorger oder weitere externe Marktteilnehmer besonders sicher übermitteln und so „kommunizieren“.

Wer bekommt welchen Zähler?

Alle Verbrauchergruppen, deren durchschnittlicher Jahresverbrauch unter 6.000 kWh oder deren Stromerzeugung unter 7 kW liegen, bekommen eine moderne Messeinrichtung.
Alle Verbrauchergruppen, deren durchschnittlicher Jahresverbrauch über 6.000 kWh oder deren Stromerzeugung über 7 kW liegen, erhalten voraussichtlich ab Mitte 2018 ein intelligentes Messsystem.

Einschränkung: Bei allen Verbrauchergruppen, deren durchschnittlicher Jahresverbrauch zwischen 6.000 kWh und 10.000 kWh liegt oder deren Stromerzeugung über 100 kW liegt, wird erst ab 2020 ein intelligentes Messsystem eingebaut.
Grundsätzlich ist der Einbau eines intelligenten Messsystems auch dann möglich, wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind und Stromverbrauch- oder -erzeugung unter den gesetzlich definierten Werten liegen.

Welche Vorteile habe ich durch die neuen Zähler?

Mein Verbrauchsverhalten kann ich deutlich transparenter gestalten.
Einsparpotenziale rund um den Stromverbrauch werden erkennbar.
Bei intelligenten Messsystemen: Ein Ablesen des Zählers vor Ort ist nicht mehr notwendig und weitere Funktionen, z.B. Visualisierung meiner aktuellen Verbrauchswerte auf einem Display, werden ermöglicht.
Ich werde zu einem aktiven Teil der Energiewende.

Wann werden die modernen Messeinrichtungen und die intelligenten Messsysteme eingebaut?

Moderne Messeinrichtungen: ab Oktober 2017.
Intelligente Messsysteme: voraussichtlich ab Mitte 2018.

Wann werde ich über den Einbau eines neuen Zählers informiert?

Eine Information wird Ihnen mindestens drei Monate vor Umbau zugehen. Den genauen Termin für Ihren Zählertausch nennen wir Ihnen mindestens zwei Wochen vor der geplanten Maßnahme.

Was kostet der Einbau der neuen Zähler?

Bereits jetzt sind Ihnen die Kosten für den Zähler und die Ablesung in der Regel durch Ihren Stromversorger berechnet worden. Mit dem Wechsel auf einen neuen digitalen Stromzähler ändert sich der Preis. Der Gesetzgeber hat Preisobergrenzen festgelegt, die von allen grundzuständigen Messstellenbetreibern einzuhalten sind. Daran halten wir uns selbstverständlich. In welchem Umfang Ihr Stromversorger die Kosten an Sie weitergibt, ist abhängig von Ihrem Stromvertrag. Der Zählerwechsel ist für Sie kostenlos.